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Verschiedene Whiskyarten und wichtige Begriffe
Im Grunde werden zwei Hauptarten von Whisky produziert: Malt und Grain Whisky. Das breite Angebot an Whiskies geht aus Variationen dieser beiden Arten hervor. Malt wird aus gemälzter Gerste hergestellt, während für Grain Whisky Mais oder ungemälzte Gerste Verwendung finden. Single Malt ist das Produkt von je einer einzelnen Brennerei. Er kann theoretisch schon nach drei Jahren verkauft werden, reift in der Regel allerdings mindestens acht Jahre, um seinen Charakter zu entwickeln. Anschließend werden Whiskies aus verschiedenen Fässern, die sich in Alter und Stärke unterscheiden können, gemischt und auf handelsübliche Stärke gebracht, um eine gleichbleibende Geschmacksnote zu gewährleisten. Dabei bezieht sich das angegebene Alter auf dem Label immer auf den jüngsten verwendeten Whisky. In seltenen Fällen sind aber auch Abfüllungen aus jeweils nur einem einzigen Faß, sogenannte Single/Singles (auch Single Barrel oder Single Cask), erhältlich. Manche Brennereien füllen einen Teil Ihrer Whiskies nach der Lagerung mit unverminderter Stärke (ca. 55-60 %vol) ab. Solche Whiskies tragen den Beinamen Cask Strength. Single Malts verkörpern den ursprünglichen Stil der Whiskyherstellung und machen das eigentlich Interessante und Vielfältige am Whisky aus. Dabei stehen fast alle der etwa 120 für ihre Single Malt Produktion bekannten Brennereien in Schottland die Ausnahme bilden zwei irische, drei japanische und seit kurzem auch eine neuseeländische Firma. Werden Single Malts von wenigen, bestimmten Brennereien geblendet, also gemischt, so spricht man vom Vatted oder Pure Malt. Aus dieser Art gingen später die Blended Whiskies hervor, bei denen man Malt und Grain Whiskies mischt. Beinhaltet ein Blend einen hohen Anteil an ausgereiften Malt Whiskies, wird er oft als DeLuxe Blend bezeichnet. Blended Whiskies sind als eine Art preiswerte, abgerüstete Exportversion entstanden und konnten sich durch ihre weniger aufwendige Produktion und kurze Lagerzeit schnell verbreiten. Im Weiteren soll es uns jedoch hauptsächlich um die wesentlich interessanteren Single Malts gehen.

Wie ein Malt Whisky entsteht
Als Rohmaterial für einen Malt findet, wie bereits erwähnt, ausschließlich Gerste Verwendung. Damit diese gärfähigen Zucker freisetzen kann, muß sie zunächst ankeimen. Dazu weicht man sie für 2-4 Tage in Wasser ein und breitet sie anschließend auf dem sogenannten malting floor aus. Hier verbleibt das Getreide weitere ca. 10 Tage, wobei es regelmäßig gewendet und belüftet wird. Jetzt wird der Keimvorgang gestoppt, indem man die Körner über einem Torffeuer trocknet. Während der Geschmack eines Scotch Whiskies schon bei diesem Vorgang durch den Torfrauch beeinflußt wird, trocknet in Irland die Gerste in geschlossenen Behältern. Das ist ein Grund für den ausgesprochen milden Charakter der irischen Whiskies. Den gesamten Prozeß des Einweichens, Ankeimens und Trocknens nennt man mälzen. Das getrocknete Getreide heißt jetzt Malz und wird nun geschrotet und wieder mit warmen Wasser vermischt. Bei diesem, als maischen bezeichneten Vorgang, wird die Umwandlung der im Getreide enthaltenen Stärke in gärfähigen Zucker abgeschlossen. Man erhält eine noch nicht alkoholische Flüssigkeit, die "wort" oder Würze. Diese Würze läßt sich schließlich vergären, wenn ihr in einem Gärbehälter Hefe zugesetzt wird, wodurch die Umsetzung des Zuckers in Alkohol beginnt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Whiskyherstellung also durchaus mit dem klassischen Prozeß des Bierbrauens vergleichbar. Bezüglich der Alkoholkonzentration wird es aber erst jetzt so richtig interessant, nämlich beim destillieren. Destilliert wird oft zweifach, in den Lowlands und in Irland auch dreifach. Jede Distillery verwendet dazu ihre speziellen, ganz besonders geformten Brennblasen, die sogenannten Pot Stills. Darin wird die vergorene Würze erhitzt, wobei der Alkohol verdampft, um beim Abkühlen wieder zu kondensieren und in die nächste Brennblase geleitet zu werden. Niedrige Brennblasen produzieren einen sehr schweren, öligen Alkohol, hohe dagegen führen zu einem besonders reinen Destillat. Nun braucht man noch zwei wichtige Dinge,wenn aus dem frisch gebrannten Whisky einmal ein edler Tropfen werden soll: das richtige Eichenfaß und viel Geduld, um den Malt reifen zu lassen. Wenig bekannt ist, daß die Schotten erst sehr spät (gegen Ende des 19. Jahrhunderts) damit begannen, ihre Whiskies vorsätzlich zu lagern. Doch gerade die richtige Auswahl der Fässer trägt heutzutage viel zum Charakter eines guten Single Malt bei. In jeder Brennerei werden immer nur ausgesuchte Fässer verwendet, die zuvor meist für bestimmte Sherrysorten, in vielen Fällen aber auch für Bourbon benutzt wurden. Als günstige Lagerzeit haben sich für viele Whiskies 10-15 Jahre erwiesen. Oft werden aber auch exklusive Abfüllungen im Alter von mehr als 20 Jahren angeboten. Natürlich wird hier nur die Zeit im Faß gezählt, denn einmal in der Flasche verändert sich Whisky kaum noch und behält seinen Charakter für viele Jahre.

 
Öffnungen

Montag 20:00 Uhr
warme Küche und Musik

Mittwoch 21:00 Uhr
Specials siehe Veranstaltungen

Freitag 22:00 Uhr
Friday Night Club
Der Partystart ins Wochenende!


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