|
bi-club Whiskybar - History |
|
|
Vermutlich wurde die Kunst des Destillierens im Orient entdeckt und freundlicherweise von den Arabern an die Europäer verpetzt.
Diese begnügten sich einige Zeit damit, ihr Wissen über Herstellung und Wirkung von Alkohol beim Vergären und Brennen von
Trauben- und anderen Obstsäften anzuwenden. Zum Glück fand man schließlich heraus, daß sich auch Getreide für die Herstellung
leckerer Getränke eignet. So konnte die trinkende Menschheit ihren Durst nun auch mit Bier und Kornbränden löschen.
Was letztere betrifft, bemerkte man, daß der Charakter des Getreides gar nicht, wie es bis dahin üblich war, wegdestilliert oder
durch zusätzliche Kräuter und Gewürze verfälscht werden muß. Das verwendete Getreide allein kann bereits typische Eigenschaften
des Destillats prägen. Es waren wohl Gaumen und Leber eines irischen Mönches, die vor reichlich tausend Jahren mit den
besonderen Vorzügen einer solchen, eher puristischen Spirituose Bekanntschaft machten. Die benachbarten Schotten kamen zwar
erst im 15. Jahrhundert auf den Geschmack, pflegten dann aber das Schnapsbrennerhandwerk um so gründlicher. In jener Zeit
scheint der Umgang mit Alkohol ohnehin unkritischer gewesen zu sein, denn es gab eine hübsche und weit verbreitete
Umschreibung für Schnaps: Das Wasser des Lebens. Im Lateinischen sagte man "aqua vitae", im Französischen "eau-de-vie" und
auf Gälisch "uisge beatha", wenn man Hochprozentiges meinte. Das klang in Irland etwa "Isch-ke-ba-ha" und bei den Schotten
"Whisk-ay-bay". Und da die übrigen Briten überhaupt nicht einsahen, warum sie sich beim Trinken die schwer gewordene Zunge
brechen sollten, heißt Whisky heute Whisky.
|
|
|
|
|
|