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bi-club Whiskybar - Schottland |
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Auch Mull und Skye sind wunderschöne, durch jeweils eine Destille verzierte Inseln.
Nach dem Besuch selbiger, mutieren englische Touristen typischerweise zu rasenden Henkern,
was für die Population an Radurlaubern nicht ohne Folgen bleibt. Am besten massiert man die
eigenen Nerven mit einem kräftigen Schluck Talisker Whisky und redet sich ein, daß es hier ganz
normal ist, wenn Reisebusse und Wohnanhänger mit 80 Sachen die Packtasche streifen.
Wesentlich ruhiger geht es da auf der äußeren Hebriden oder im traumhaft schönen, nordwestlichen
Hochland zu. Aus mir nicht erklärlichen Gründen hat man es dort tatsächlich versäumt, auch nur
eine Destille zu bauen. Da Touristen für gewöhnlich das Los des Finanzamtes teilen, nichts vom
Schwarzgebrannten abzubekommen, verhindert nur der Konsum überregionaler Sorten eine
längere Durststrecke. Als Ersatzdrogen mit nachhaltig berauschender Wirkung empfehle ich einen
Sonnenaufgang bei den Steinkreisen von Callanish, eine Wanderung auf den Ben Eighe oder zum Cape Wrath.
Ein Tip für das kommende Jahr: Auf den Orkneys feiert Highland Park seinen 200-sten. Die Brennerei
wird gerade nochmal so richtig herausgeputzt, und unter der Hand erfuhr ich von einigen
vielversprechenden Sonderabfüllungen. Ganz nebenbei ist die Besichtigung der traditionellen
Malting-Floors und Torföfen eine Muß für jeden Whiskyliebhaber.
Ebenfalls ins Pflichtprogramm eines Maltwhisky Pilgers gehört die Speyside. Ich hoffe es wird mir verziehen, daß ich die Gegend in der die Luftfeuchte die Bezeichnung Cask Strength verdient, nur gestreift habe! Schließlich muß man sich doch ein paar neue Ziele für die nächste Tour aufheben, vielleicht kommt ja dann jemand mit - see you!
Carsten, 1998
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